Tag 3 in Vancouver: Relax

19 06 2010

Nachdem ich wie vorher schon geschrieben ohne Schlaf in das Deutschlandspiel gegangen bin, hab ich den 3. Tag hier genutzt, um den Tag am Strand zu verbringen, in der Sonne zu liegen und es mir gutgehen zu lassen. Abends habe ich am Hostel mit 2 Holländern, einer Chilenin, einer Deutschen und einem Australier mit dem „Rugby-Ei“ gespielt, nicht dass wir Rugby gespielt hätten, wir haben aber versucht mit der richtigen Technik zu werfen und zu kicken.
Das wars auch schon von diesem Tag 😉

Kurzer Text, trotzdem langer und guter Tag!



Tag 2 in Vancouver: Schlaflos

18 06 2010

Auch an Tag 2 war ich mit den beiden Mädels aus Quebec unterwegs; wir sind zuerst auf eine schicke Hängebrücke und haben dort einen kleinen Rundweg abgelaufen; nächstes Ziel war dann der Grouse Mountain. Dort angekommen haben wir aber direkt entschieden, ihn nicht zu besteigen, da dank der tiefstehenden Wolken die Sicht alles andere als optimal gewesen wäre. Also sind wir ein wenig der Küstenstraße gefolgt und in einen kleinen Park mit Leuchtturm gegangen. Auch dort finden sich massive Bäume und viel grün wieder.

Danach ging es in Vancouvers „Chinatown“ und abends haben wir es uns mit einigen Leuten bis spät in die Nacht mit Karten, Musik und Gesprächen bequem gemacht. Und mit spät meine, dass wir den Schlaf komplett ausgelassen haben. Während sich die Quebecoise früh auf den Weg zum Flughafen machten um nach Hause zu fliegen haben sich die anderen um 4:30 am Morgen Deutschlands 0:1 Niederlage gegen Serbien angeschaut.



Tag 1 in Vancouver: Bäume und Delphine

18 06 2010

Was ein Service. 9:30 kam mein Zug in Vancouver an, 9:31 stand dann das Auto vor der Tür; Insassen: 2 Kanadierinnen (Isabelle, Dominique) aus Quebec, die ich in Jasper kennen gelernt habe und mit denen ich die nächsten 2 Tage verbringen würde.

Wir sind direkt in den Stanley Park gefahren, quer durch die Stadt, die mich von vorneherein beeindruckte (Innenstadt sehr sauber; viele interessante Gebäude). Stanley Park ist unbeschreiblich. Innerhalb von 2 Minuten kommt man von Stadtgebiet in einen Park, der einem Urwald gleicht. Riesige Bäume, grün wohin das Auge schaut, ob Farn, Moos oder andere Pflanzen, Seen, Biber, Reiher, schwarze Eichhörnchen,… genial!

Später ging es ins „Aquarium“; ein „Wasser-Zoo“ mit allen möglichen Arten von Fischen und Meeresbewohnern, darunter auch Beluga-Wale und die „zoo-eigenen“ Delphine, die von ihren Eltern verlassen wurden und somit in der Wildniss nicht hätten überleben können.
Für die Delphine gab es eine extra Show (10-15 Minuten), bei der man einiges über die Delphine lernen konnte. Dazu gab es ein 4D-Kino (3dimensional mit Spezialeffekten im Raum wie Wasserspritzer oder Dampf) – alles im Eintrittspreis enthalten – großartig!

Den Abend haben wir mit Shrimps, Reis und Soße am Strand verbracht, der sich durch einen tollen Sonnenuntergang von seiner besten Seite zeigt.

Vancouver ist super!



Tag 6 in Jasper: Schnee am See

15 06 2010

Heute bin ich wieder mit Peter, Australien und Fabian, Deutschland auf Tour gegangen. Weil Gregor, Karlsruhe, Deutschland auch noch nach was zum tun suchte, is der natürlich auch noch kurzerhand mitgegangen.

Maligne Lake wird immer wieder als „der See“ in und um Jasper angepriesen – dafür war ich kurzzeitig dann doch eher enttäuscht. Dennoch ist der See schön und vor allem lang (20 km bei maximal 1 km Breite). Nachdem wir ein wenig am See entlang gelaufen sind, wollten wir auf den Bald Hill, einen Hügel von dem aus man eine Übersicht über den See hat – angeblich. Die Richtigkeit dieser Aussage können wir leider nicht belegen – zuviel Schnee auf dem Weg hinderten uns nach 3/4 der Strecke leider am weitergehen. Mit eiskalten, nassen Füssen begannen wir mit dem Rückweg.
Kurz bevor wir das Auto erreichten, sahen wir einen Weißkopfseeadler (Bald Eagle), der von einem deutlich kleineren Fischadler (Osprey) attackiert wurde. Während der Osprey immer aus der Höhe den Bald Eagle attackierte, verteidigte der sich nur, indem er sich im Flug rumdrehte und dem Osprey seine Krallen entgegen streckte.

Am Abend sind wir Pizza essen gegangen und haben uns, nach dem langen Tag gestern, früh zum Hostel zurückbegeben und unsere Betten aufgesucht.



Tag 5 in Jasper: Deutsch?

15 06 2010

Bier und Fussball – was kann es „deutscheres“ geben? Eigentlich viel, dennoch war dieser Tag international. Aufgestanden bin ich erst spät. Am Vorabend hatte ich einen Australier kennen gelernt, was folgte ist offensichtlich: Deutschland – Australien bei der WM, da war er natürlich dabei. Und weil die Idee so gut war, haben wir direkt noch eine Australierin mitgenommen, die wiederrum eine Freundin aus Toronto mitgenommen hat. Zuerst sind wir „frühstücken“ (es war halb 12) gegangen, danach ab in den nächsten Pub. 12:30, Anpiff, 14:15 Schlusspfiff. Klar war, dass ich die besseren Karten zum Feiern hatte nach dem überzeugenden 4:0. Da Steve und Amanada aber nun mal Australier und keine Engländer sind, konnten sie danach problemlos von Fussball auf „is mir egal ich mach jetzt was anderes“ umschalten – und so sind wir bei herrlichem Sonnenschein an den Pyramide Lake gefahren, um uns in den Strand zu legen und uns mit weiterem Bier zu unterhalten und das Wetter zu genießen. Gegen Abend hat mich Steve dann zurück ans Hostel gebracht, er selbst ist weiter gefahren nach Banff.
Am nächtlichen Lagerfeuer hatte ich inmitten von Kanadiern, Engländern und auch einigen Deutschen weitere Gelegenheit, mein Englisch zu verbessern. Ins Bett gings um 4:30 – aufgestanden bin ich am nächsten Tag dann übrigens um 8, was dazu geführt hat, dass ich seit langem mal wieder einen Kaffee getrunken habe 😛



Tag 4 in Jasper: Es brennt

13 06 2010

Tag 4 in Jasper war sehr ruhig. Ich bin mit einem Niederländer und einem Australier nach Jasper (das Hostel is ca 10 Minuten Autofahrt außerhalb von Jasper gelegen) und wir haben das Dorf und seine verrückten Touristen-Läden angeschaut, haben das WM-Spiel England gegen die USA angeschaut und die Sonne genossen.

Abends war dann ne riesen Gaudi angesagt – Lagerfeuer, Musik, viel zu erzählen und Leute von überall an Bord –
Kanadier, Australier, Neuseeländer, Engländer, Polen, Schweizer, Franzosen. Nachts um 3 war dann Schicht im Schacht.

„Anderer“ aber guter Tag!



Tag 3 in Jasper: Atemberaubend

13 06 2010

Wer hätte das gedacht: Der bisher beste Tag meiner Reise fängt direkt vor den Türen des Hostels an. Nachdem am Vorabend die meisten Leute, mit denen ich bisher Kontakt gehabt habe, das Hostel verlassen haben, stand ich am Morgen etwas planlos da. Also hab ich mich einfach mit ein paar Leuten ins Gespräch gebracht – und bald stand dann auch der Plan:

Christian, Däne; Paul, Australier und Suvie, auch Australier waren meine Tagesbegleiter und das Ziel war der Whistler Mountain, an dessen Fuss das Hostel ist. Da eine Bärenwarnung für den Weg zu Fuss dort hoch ausgegeben wurde (anscheinend viele junge Grizzlies unterwegs), haben wir die Gondel genommen. 30 Dollar für das Return-Ticket (Hin- und Rückfahrt); ein stolzer Preis, der es aber sowas von wert war.
An der oberen Station der Gondel sind nochmal gut 45 Minuten zu laufen, bis man die Spitze des Berges erreicht. Die Sicht ist atemberaubend, wunderbar, überragend, das gibt es so kein zweites Mal. Gletscher und Berge wohin man schaut, Weitsich auf den Mt Robson, den höchsten Berg der Rocky Mountains. Fast 3 1/2 Stunden haben wir dort oben verbracht und das sensationelle Panorama genossen!

Super Tag. S U P E R 😉



Tag 2 in Jasper: Unbeständig

11 06 2010

Warum der heute Tag unter der Überschrift „unbeständig“ steht, wird euch im Laufe des Textes schnell klar. Also fang ich ganz normal chronologisch an:
Auf dem Plan stand eine Wanderung auf die Sulfour Skyline, die Spitze des Sulfour Mountain. Laut Reiseführer 5-6 Stunden Fußmarsch hin und zurück. Unterwegs war ich wieder mit dem Australier und dem Deutschen, zwei echte Foto-Fans, der Deutsche mit einer Canon 450D unterwegs, der Australier mit einem der teuersten Standardgeräte, einer Canon 5D. Die Bilder die er mir vorher aus verschiedensten Städten gezeigt hatte, sind atemberaubend.
Am Parkplatz, es war diesig und kühl, sehr nass aber windstill, hätten wir fast den falschen Wanderweg benutzt; es ist uns noch früh genug aufgefallen, sodass wir 2 Frauen aus Quebec noch den richtigen Weg zeigen konnten; die hätten sonst den gleichen Fehler wie wir gemacht.
Der Aufstieg war relativ angenehm, es gab zwar immer wieder richtig steile Passagen, aber insgesamt war es durchaus machbar, und die 5-6 angesagten Stunden erwiesen sich im Endeffekt als 4 Stunden trotz vieler Pausen. Ca 1000 Meter vor einem Plateau auf der Höhe war der Weg leicht schneebedeckt, aber alles kein Problem. Von Weitem konnte man sehen, wie sich langsam blauer Himmel zwischen der Wolkendecke hindurchzwängte. Bis wir auf dem Plateau waren, war es ein freundlicher Mix aus Wolken und Sonne, es war sehr warm und wir konnten super Bilder machen. Also haben wir eine Pause gemacht, um etwas zu essen. Bis zur wirklichen Spitze des Berges ist es von hier aus noch etwa 15 Minuten.
Doch keine 5 Minuten, nachdem wir den Aufstieg bis zur wirklichen Bergspitze begonnen hatten, war die Sicht von vorher kilometerweit auf maximal 10 Meter weit begrenzt. Innerhalb von kürzester Zeit waren wir Umgebung von einer weiß-grauen Wolkenwand. Langsam kämpften wir uns bis an die Spitze vor, und mit jedem Schritt wurde es kälter und windiger. Oben angekommen sahen wir nichts außer der Wand aus Wolken. Nach einer weiteren, sehr kurzen Pause begannen wir wieder den Abstieg – um direkt in einen Schneesturm zu geraten. Kalten; windig; Schnee – ein Glück hatten wir alle warme Jacken für alle Fälle eingepackt. Dennoch – so etwas hab ich vorher noch nie erlebt. Wahnsinn. Im Schneetreiben ging es also nach unten, auf halbem Weg war es dann nur noch Regen, bis wir dann unten waren, hat der Niederschlag aufgehört gehabt.
Abends war dann plötzlich wieder sonnig, sodass wir zusammen gegrillt haben und am Lagerfeuer mit allen möglichen anderen Hostel-Besuchern ein wenig geplaudert haben.
Guter Tag, verrückter Tag.
Heute Morgen hat die Fussball-WM begonnen. JUHU 😉



Tag 1 in Jasper: Bärentag

11 06 2010

Heute stand auf dem Programm, von Banff zurück nach Jasper zu fahren und das Auto zurückzugeben. Dafür hab ich mich extra früh auf den Weg gemacht, um noch möglichst viel mitzunehmen von der tollen Landschaft, den riesigen Gletschern, den vielen Tieren und den Seen in den verschiedensten Farben. Dass ich heute besonders glücklich war mit meinen absoluten Favoriten hier, den Bären, freut mich natürlich besonders. Nicht weniger als 22 Bären habe ich auf der Fahrt gesehen, und zum ersten Mal waren auch Grizzlies darunter.
Morgens bin ich also los, um erstmal bis Lake Louise durchzufahren – diesen Teil der Strecke habe ich in meiner Zeit in Banff bereits ausgiebig abgefahren und begutachtet. Das erste Ziel war dann der Peyto Lake bzw der Lookout auf den Peyto Lake, etwa 10 Minuten Fußweg von einem Parkplatz. Doch schon bevor ich dort ankam, lief mir der erste, sehr junge Grizzly über den weg. Glücklicherweise konnte ich ihn gut von meinem Auto aus sehen, sodass ich mir einige Zeit nahm ihn zu beobachten. Ein kurzer, ungeplanter Abstecher ging dann zum Bow Glacier, von dem ich ein paar Bilder nahm.
Dann der Höhepunkt des Tages: Auf einem Höhenplateau, ca 75 Meter von der Straße entfernt, suchte eine Bärenmutter zusammen mit ihrem doppelten Nachwuchs nach essbaren Wurzeln. Allein der Stop hier hat mich sicherlich 35 Minuten gekostet. Kurz nach diesem „Treffen“ ging es dann zum Aussichtspunkt des Peyto Lake. Man muss dazu sagen, dass das Wetter an diesem Tag nicht das Beste war, es war sehr bewölkt, die Wolken hingen tief und es war sehr neblig. Also hab ich natürlich auch nicht allzuviel erwartet vom Peyto Lake. Umso mehr hat mich dann umgehauen, was ich gesehen habe: BLAU. Dem See war wohl vollkommen egal, ob alles um ihn rum heute trist und langweilig erschien, er strahlte einfach in einem blau, dass man, wie schon bei anderen Seen zuvor, an seine Realität zweifeln musste.
Danach musste ich mich ein wenig ranhalten mit Fahren, damit ich das Auto rechzeitig zurückgeben konnte. Nachdem das geschehen war, bin ich zum Hostel gelaufen. Dort habe ich direkt einen Australier und einen Deutschen kennen gelernt, die zusammen mit dem Auto unterwegs waren. Und weil es erst 4 war, sind wir zusammen direkt noch auf einen 2-Stunden-Hike gegangen und haben uns Jasper und Umgebung von oben angesehen. Dabei sind wir direkt durch eine kleinere Herde von Bergschafen gelaufen, die es reichlich wenig interessiert hat, dass wir da waren.

Grüße 😉



Tag 4 in Banff: Tierisches Vergnügen

8 06 2010

Dienstag, 8. Juni – der ruhiste meiner Tage in Banff. Aufgestanden bin ich erst um 11, ich war früh wach, aber nach kurzer Zeit im Bett liegen und Zeitung lesen bin ich wieder eingenickt.

Danach bin ich erstmal gemütlich Frühstücken gegangen, sodass ich um halb 1 aus dem Haus gekommen bin. Rund um Banff war ich mit dem Auto unterwegs, habe Abstecher an die Hoodoos, seltsame Sandskulpturen, die Bow River Waterfalls, den Lake Minnewanka, den Two Jack Lake und den Johnson Lake gemacht. Dabei hatte ich heute besonderes Glück mit den Tieren. Denn heute gab es neben den immersüßen Praire-Dogs (sowas wie Erdmännchen) einen seltenes männliches Bergschaf, also quasi einen Steinbock zu sehen, zudem ein noch viel selteneren Caribou.
Direkt nachdem ich zurückkam hat es angefangen heftig zu regen; ich war also ziemlich im Glück.

Fazit: Kurzer, aber toller Tag!

PS: Ganz oben auf der Seite habe ich eine kleine Vorschau auf den Steinbock. Aber die Bilder gibts dann erst zu sehen, wenn ich wieder in Deutschland bin – will ja was zu bieten haben wenn ich wieder da bin ;))