Von Schlangen und Seeungeheuern

21 05 2010

Da bin ich mal wieder. 🙂

Am Sonntag war ich mit Elke + Family bei den Snake Dens. Hier versammeln sich im Frühjahr immer hunderte von Schlangen die ihren Winterschlaf beendet haben, um langsam aber sicher „ins neue Jahr“ zu starten. Das Wetter war super und demnach waren auch viele Schlangen zu sehen!
Am Montag bin ich früh mit Moni und Siegfried losgefahren, Ziel war Duluth, Minnesota in den USA am Lake Superior. Nach 7 Stunden Fahrt waren wir da. Bis zum Donnerstag hab ich dort über 600 Bilder aufgenommen – es ist wunderschön dort. Am Dienstag sind wir an der Küste entlang gefahren, an steilen Klippen entlang gewandert (wobei ich mich dann immer mal wieder ein wenig von den beiden gelöst habe und ein paar Wege mehr gegangen bin) und haben die tolle Sicht auf den See genossen und sind an einigen Wasserfällen vorbeigekommen. Viele viele schöne Fotos, eine super Sicht, einer super Gegend.
Am Mittwoch war dann die Stadt Duluth selbst auf dem Programm. Duluth ist eine sehr dreckige Industriestadt, die aber durch den Mix an verschiedenen Gebäuden irgendwie doch ihren Reiz hat. Zudem gibt es dort einen riesigen Rohstoff-Hafen an dem gigantische Frachter anlegen. Am Rande der Stadt gibt es einen Berg mit Turm, von dem aus man die komplette Stadt und das Nordwestende des Sees sehen kann.

Es war eine tolle Zeit, es gab viel zu sehen – die Bilder sprechen für sich!



Grün und Pink

16 05 2010

.. sind die Farben, mit denen ich Anils Zimmer gestrichen habe. In der letzten Woche habe ich nämlich bei Stefan und Kirsten gewohnt und für sie einige Arbeiten erledigt, darunter auch das Streichen des Zimmers ihrer Tochter in deren Lieblingsfarbe.
Es war eine super Woche, ich hatte viel Spaß und habe nebenbei noch einen kleinen Bonus für meine Reise verdient. Stef und Kirs (wie sie in Kurzform genannt werden) wohnen in einer sehr schönen, ruhigen Gegend Winnipegs. Meine Kamera hatte ich leider nicht dabei, deshalb gibt es dafür keine „Beweise“ 😉

Gestern gab es dann erstmal einen winzig kleinen Schock. Ich wollte mit Stefs Auto Anil zu Moni und Siegfried bringen, als mir nach 200 Metern jemand in die Seite fuhr. Allerdings – um jegliche Aufregung gleich zu ersticken – fuhr ich gerademal 30km/h und die Frau, die im anderen Auto saß,fuhr vll 5km/h – sie war gerade am Ausparken. Am Auto gab es nur einen winzig kleinen Kratzer, passiert ist natürlich niemandem etwas. Dennoch hatte ich natürlich erstmal Kirsten anzurufen, die 2 Blocks entfernt arbeitet, damit das Ganze geregelt werden konnte.

Anil und mir geht es gut, also ist alles in Butter! 🙂

Gestern haben wir das erste Mal draussen gegessen, bei 27°C und Sonnenschein. Heute morgen, es ist gerade 9:30, hat es bereits 22°C!

In dieser Woche stehen einige interessante Sachen an. Heute Mittag gehts in die Snake Pits (was das ist, werde ich euch beim nächsten Mal erklären) und morgen fahre ich für 4 Tage in die USA nach Duluth an den Lake Superior.

Liebe Grüße nach Hause 🙂



Frühling oder nicht Frühling – das ist hier die Frage

5 05 2010

Seitdem ich aus Montreal zurück bin, geht hier alles etwas gemächlicher zu. Bei Ankunft hatte es 23°C und ein paar Tage puren Sonnenschein, und so konnte ich ein wenig den Frühling genießen. Wir waren bei Oak Hammock, dem Naturschutzgebiet für die Gänse, dort sind allerdings nur noch wenige übrig, die meisten sind schon wieder weg. Dieses Jahr war dort nicht so viel auf einmal los, weil die Temparaturen über einen längeren Zeitraum schon hoch waren und die angekommenen Gänse meist schnell weiter flogen.
Dort wimmelt es jetzt aber von Prairie-Dogs, kleine erdmännchenartige Nager.
Beim Fussballspielen am Strand von Winnipeg Beach, wo die Eltern der Frau von Stefan eine Hütte haben, in der wir übers Wochenende bleiben durften, hab ich mir Nagel vom großen Fußzeh gespalten, aber das ist alles halb so wild wie es sich anhört – und auch halb so wild wie es ausgesehen hat.

In den letzten Tagen gab es dann die Frühlingsernüchterung – seit Mittwoch regnet es ununterbrochen und das wird wohl auch den Rest der Woche so weiter gehen. Temparaturen schwanken zwischen 12 und 2 Grad, weiter im Westen Kanadas hat es sogar nochmal richtig geschneit.
Die Vorhersage ist, dass es ab nächster Woche wieder, von jetzt auf nachher, 20 Grad und mehr hat; verrücktes Wetter in Kanada.

Meine Kreditkarte, die ich mir bestellen musste, damit ich in Banff ein Auto mieten kann, wird hoffentlich nächste Woche eintreffen, damit ich alle offenen Fragen endlich beantworten kann und gelassen im Juni dann losreisen kann.

Soweit, liebe Grüße 😉



Bilder Montreal + Quebec

25 04 2010

So, hier ein paar Bilder aus den beiden Städten. Ich hab übrigens mein Ticket für Jasper/Banff und Vancouver gebucht. Ich fahre mit dem Zug statt mit dem Bus – Spring Sale: 60% reduzierte Preise für alle Zugtickets!!



Montreal (+Quebec)

23 04 2010

Hey, ich bin zurück aus Montreal und hab während meines Aufenthalts immer mal wieder ein bisschen was zu meinen Tagen geschrieben. DAs werde ich hier jetzt einfahc mal reinkopieren. Vorneweg: Ich hatte ne super Zeit und hab Montreal nicht wirklich gerne verlassen. Fotos gibts heute noch nicht, aber die kommen bald 😉

Nachdem ich mit kleinen Einstiegsproblemen Dienstagabend das Hostel erreicht habe (die Busfahrerin verstand kein Wort Englisch) und mein Bett bezogen habe, war die erste Überraschung eine 20jährige Deutsche, die ich kennen gelernt habe – denn sie war aus Mühlacker. Wie klein die Welt doch ist 😉

Vorweg: Ich hab hier Leute aus aller Welt kennen gelernt, darunter Chile, China, Südafrika und sogar Martinique.

Mittwoch:

Am Mittwoch gab es eine geführte Tour auf den Mont Royal, einen von Menschenhand gemachter großer Hügel im Zentrum der Stadt, auf dem sich ein großer Park befindet. Von dort hat man eine super Aussicht auf Montreal. Per Gesetz ist übrigens festgelegt, dass kein Gebäude der Stadt den Mont Royal überragen darf.

Die Tour führte dann einmal quer über den Mont Royal und dann zu einem bekannten Restaurant – natürlich um eine echte Putine zu probieren – fettige Pommes mit extra Fett und extra fettigem Käse. 😉 Aber lecker! Dabei waren übrigens eine Deutsche (welch Wunder, die gibt’s hier glaub genauso oft wie in Deutschland), zwei Iren, eine Nord-Irin und ein Waliser. Relativ bunte Mischung, die wir am Abend beim Kartenspielen und Nationalsport Eishockey schauen um einen Briten und einen Australier erweiterten.

Donnerstag:

Am Donnerstag hab ich mich erst mal alleine auf den Weg durch die Stadt gemacht. Durch die schöne Altstadt zum alten Hafen, an die Victoria Bridge, und dann mit der U-Bahn auf die beiden Insel auf dem St. Lorenzstrom. Montreal selbst ist übrigens eine Insel. Die beiden Insel gab es in der Form früher nicht, lediglich ein kleiner Teil davon ragte aus dem Wasser. Sie wurden zur Expo `67 erstellt. Auf der westlichen der beiden Inseln befindet sich die Biosphere, eine riesige Metallkugel die zur Expo als Ausstellungszelt diente. Auf der östlichen Insel befindet sich Kanadas Formel1-Rennstrecke Circuit de Gilles Villeneuve. Zwischen der Strecke befindet sich ein Park. Neben zahlreichen Woodchucks (Waldmurmeltieren) habe ich einen Kojoten gesehen.

Abends bin ich dann mit einer Gruppe, darunter die Australier und einer der Engländer vom Vortag sowie einer der Iren sowie einer Französin und einer Italienerin ein paar Pubs besuchen. War ein gelungener und lustiger Abend.

Freitag:

Am Freitag bot der Tourguide vom Mittwoch eine Tour durch die Altstadt an. Da sich kaum jemand eingetragen hat, entschieden die Australier und ich kurzerhand, mitzugehen. Letztendlich stellte sich dann heraus, dass diejenigen die sich eingetragen haben gar nicht mitgehen wollen. Somit blieb es dann bei uns, und da wir uns alle kannten beschloss der Guide, das ganze etwas unkonventionell anzugehen und etwas mehr rumzualbern als gewöhnlich wenn neue Leute dabei sind. Informationen über die Stadt kamen nicht zu kurz – im Gegenteil, wir haben sogar einen ungeplanten Abstecher in das 33km lange unterirdische Einkaufszentrum der Stadt gemacht. Der Guide war so genial und hat uns allen so gut gefallen, dass wir, nachdem wir ein bekanntes Lokal hier besuchten, bei dem es „smoked meat“ – Rauchfleisch – Sandwiches gibt, in eine Bierbar sind. Die Bierbar ist eine Bar, in der täglich frisch bis zu 20 verschiedene Biersorten aus aller Welt angeboten werden. Nachdem wir dort zwei Stunden verbracht haben, und die seltsamsten Biere probiert haben (das eine hat nach Speck geschmeckt….) sind wir noch in eine Sportbar um Eishockey zu schauen. Dort gab es einen mechanischen Bullen, der uns natürlich noch eine ganze Weile beschäftigte. Der Tag war super, aber er war auch lang.

Samstag:

Samstag war eher etwas gemächlicher, vormittags war einkaufen und Wäsche waschen auf dem Programm, wobei sich vormittags dank dem langen Abend vorher auf 12 Uhr bis 15 Uhr verlegte. Danach bin ich nochmal auf die Inseln. Abends hab ich dann zwei Engländerinnen kennen gelernt, die grad erst in Montreal angekommen waren. Einer meiner Zimmernachbarn, ein Deutscher aus Mainz, kam noch dazu, der war den Tag in Quebec und hat sich dort nen Schneesturm abgeholt.. 😛

Sonntag:

Den Sonntag hab ich mit Sophie und Hannah, den beiden Engländerinnen vom Vortrag, verbracht. Wir sind zusammen auf den Mont Royal, und von dort zum Olympiastadion, eine Arena die damals 110 Mio Euro kosten sollte, aber am Ende über eine Milliarde verschlang. Montreal war damit das wirtschaftlich schlechteste Olympia aller Zeiten. Der Biodome neben dem Olympiastadion ist eine Mischung aus Zoo und Naturkundemuseum und relativ bekannt in Kanada. Dass die Arbeiter dort streikten, wussten wir nicht. Eigentlich wollten wir endlich ein Dach über dem Kopf haben, denn den ganzen Weg hoch auf den Mont Royal und wieder runter hatte es ununterbrochen geregnet. Glücklicherweise hat sich genau dann die Sonne für 2 Stunden gezeigt, und wir sind auf die beiden Inseln gefahren – und haben wieder einen Kojoten gesehen. Und hunderte Woodchucks.

Abends wollten wir dann durch die Pubs ziehen und einen Club besuchen, in dem man tanzen kann. Nach 3 Bars wollten wir dann endlich ne Tanzfläche betreten, sind bei der Suche aber gescheitert, weil Sonntags die meisten Clubs geschlossen haben. Also haben wir nachts um halb 3 Poutine gegessen und sind zurück ans Hostel gefahren.

Montag:

Am Montag war erst mal ausschlafen angesagt. Mittags bin ich dann eine ganze Weile durch die Altstadt gezogen und hab mir ein paar kleinere, schöne Ecken angeschaut. Abends stand dann mal wieder ein Eishockeyspiel an. Dabei hab ich eine US-Amerikanerin aus Maine kennen gelernt. Und weil der Abend so lustig war, beschlossen wir, noch was zu machen und sind deshalb mitten in der Nacht auf den Mont Royal gegangen um Montreal bei Nacht zu sehen. Die entstandenen Bilder sind super; es hat sich auf jedenfall gelohnt. Um 3 war schlafen angesagt.

Dienstag:

Am Dienstag hab ich ein wenig Tour-Guide gespielt und bin mit Sabrina durch Montreal. Sie hatte nur einen Tag in Montreal und wollte so viel wie möglich sehen. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, stundenlang sind wir gelaufen oder Metro gefahren. Das war besonders spannend für sie, weil sie mit ihren 22 Jahren bisher kaum aus ihrer Farmgegend in Maine herausgekommen ist. Aber Metro fahren kann jeder, also hat auch sie es geschafft J

Wir waren am Olympiastadion, auf den beiden Inseln, in Sherbrooke und in der Altstadt, gegen halb 8 waren wir wieder zurück am Hostel. Danach haben wir zusammen mit Justin, einem Kanadier, der sich mit einer kleinen Organisation dafür einsetzt, dass mehr Leute französisch sprechen im zweisprachigen Kanada, Pizza gefuttert. Nach dem Dinner sind wir zum Verkaufsschalter des Orleans Express – Busses, denn kurzerhand hatte ich entschlossen nach Quebec zu fahren, also hab ich Bustickets gekauft.

Da Sabrina nur den einen Tag in Montreal hatte, sind wir abends noch ans Oratoire St. Jospeh gefahren, eine römisch-katholische Basilika, das auch für mich neu war. Ziemlich groß und ziemlich cool, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sind aber auch relativ schnell wieder gegangen, weil wir beide vom vielen Laufen sehr müde waren. Außerdem stand am nächsten Tag Quebec an, deshalb wollten wir etwas Schlaf haben.

Mittwoch:

Aufstehen um 6:30 Frühstück, 7:00 Gepäck aufn Rücken und los geht’s Richtung Bus nach Quebec. Abfahrt 7:30. Von der Busfahrt haben wir beide nicht allzu viel mitbekommen, da schlafen im Vordergrund stand. Nach drei Stunden sind wir dann in Quebec angekommen und haben zuerst das Hostel gesucht, in dem Sabrina für die nächsten vier Tage „zuhause“ war. Danach war laufen angesagt – ich hatte ja nur weniger Stunden. Also sind wir 6 Stunden lang durch die komplette Altstadt von Quebec gelaufen, ich habe mächtig geknippst und wir hatten einen weiteren tollen Tag, viel Spaß und viel zu sehen, inklusive Chateau, Fort und meterhohe Mauern, Kanonen rechts und links, Kirche hier altes Haus da. Sprachbarriere französisch habe ich erfolgreich überwunden – sobald du ein wenig versucht hast, französisch zu reden, sind die Leute super freundlich und antworten dir auch auf englisch. Abends habe ich Sabrina zum Hostel gebracht und mich in den Bus zurück nach Montreal gesetzt. Gegen halb 11 war ich wieder in Montreal, und schlafen war eine der einfachsten Aufgaben an dem Abend – von dem ganzen Laufen die letzten Tage war ich sehr erledigt.

Donnerstag:

Letzter Tag in Montreal – aufgewacht bin ich schon gegen 8. Ich bin gemütlich frühstücken gegangen und habe Kirsty getroffen, eine in Halifax studierende Chinesin die ich unter der Woche schon ein wenig kennen gelernt hatte. Da ihr Flug zurück nach Halifax nur eine Stunde vor meinem abhob, beschlossen wir, zusammen zum Flughafen zu gehen. Da allerdings noch viel Zeit war, sind wir in die Altstadt gelaufen, haben ein wenig den Sonnenschein genossen und haben zu Mittag gegessen. Danach sind wir die Haupt-Einkaufsstraße in Montreal entlang geschlendert und mir sind ein paar Schuhe ins Gesicht gesprungen die ich nicht mehr losgeworden bin – sprich: Ich habe sie gekauft.

Kirsty habe ich bis zum Gate gebracht, danach habe ich mich an meinem Gate um meine Fotos gekümmert. Der Flug war langweilig bis ätzend, aber wayne interessierts. Ich bin wieder in Winnipeg und ich danke allen Leuten, die ich getroffen haben, für jedes bisschen, was ich erlebt habe und jede Erfahrung die ich gemacht habe.

Nachdem ich mit kleinen Einstiegsproblemen Dienstagabend das Hostel erreicht habe (die Busfahrerin verstand kein Wort Englisch) und mein Bett bezogen habe, war die erste Überraschung eine 20jährige Deutsche, die ich kennen gelernt habe – denn sie war aus Mühlacker. Wie klein die Welt doch ist 😉

Vorweg: Ich hab hier Leute aus aller Welt kennen gelernt, darunter Chile, China, Südafrika und sogar Martinique.

Mittwoch:

Am Mittwoch gab es eine geführte Tour auf den Mont Royal, einen von Menschenhand gemachter großer Hügel im Zentrum der Stadt, auf dem sich ein großer Park befindet. Von dort hat man eine super Aussicht auf Montreal. Per Gesetz ist übrigens festgelegt, dass kein Gebäude der Stadt den Mont Royal überragen darf.

Die Tour führte dann einmal quer über den Mont Royal und dann zu einem bekannten Restaurant – natürlich um eine echte Putine zu probieren – fettige Pommes mit extra Fett und extra fettigem Käse. 😉 Aber lecker! Dabei waren übrigens eine Deutsche (welch Wunder, die gibt’s hier glaub genauso oft wie in Deutschland), zwei Iren, eine Nord-Irin und ein Waliser. Relativ bunte Mischung, die wir am Abend beim Kartenspielen und Nationalsport Eishockey schauen um einen Briten und einen Australier erweiterten.

Donnerstag:

Am Donnerstag hab ich mich erst mal alleine auf den Weg durch die Stadt gemacht. Durch die schöne Altstadt zum alten Hafen, an die Victoria Bridge, und dann mit der U-Bahn auf die beiden Insel auf dem St. Lorenzstrom. Montreal selbst ist übrigens eine Insel. Die beiden Insel gab es in der Form früher nicht, lediglich ein kleiner Teil davon ragte aus dem Wasser. Sie wurden zur Expo `67 erstellt. Auf der westlichen der beiden Inseln befindet sich die Biosphere, eine riesige Metallkugel die zur Expo als Ausstellungszelt diente. Auf der östlichen Insel befindet sich Kanadas Formel1-Rennstrecke Circuit de Gilles Villeneuve. Zwischen der Strecke befindet sich ein Park. Neben zahlreichen Woodchucks (Waldmurmeltieren) habe ich einen Kojoten gesehen.

Abends bin ich dann mit einer Gruppe, darunter die Australier und einer der Engländer vom Vortag sowie einer der Iren sowie einer Französin und einer Italienerin ein paar Pubs besuchen. War ein gelungener und lustiger Abend.

Freitag:

Am Freitag bot der Tourguide vom Mittwoch eine Tour durch die Altstadt an. Da sich kaum jemand eingetragen hat, entschieden die Australier und ich kurzerhand, mitzugehen. Letztendlich stellte sich dann heraus, dass diejenigen die sich eingetragen haben gar nicht mitgehen wollen. Somit blieb es dann bei uns, und da wir uns alle kannten beschloss der Guide, das ganze etwas unkonventionell anzugehen und etwas mehr rumzualbern als gewöhnlich wenn neue Leute dabei sind. Informationen über die Stadt kamen nicht zu kurz – im Gegenteil, wir haben sogar einen ungeplanten Abstecher in das 33km lange unterirdische Einkaufszentrum der Stadt gemacht. Der Guide war so genial und hat uns allen so gut gefallen, dass wir, nachdem wir ein bekanntes Lokal hier besuchten, bei dem es „smoked meat“ – Rauchfleisch – Sandwiches gibt, in eine Bierbar sind. Die Bierbar ist eine Bar, in der täglich frisch bis zu 20 verschiedene Biersorten aus aller Welt angeboten werden. Nachdem wir dort zwei Stunden verbracht haben, und die seltsamsten Biere probiert haben (das eine hat nach Speck geschmeckt….) sind wir noch in eine Sportbar um Eishockey zu schauen. Dort gab es einen mechanischen Bullen, der uns natürlich noch eine ganze Weile beschäftigte. Der Tag war super, aber er war auch lang.

Samstag:

Samstag war eher etwas gemächlicher, vormittags war einkaufen und Wäsche waschen auf dem Programm, wobei sich vormittags dank dem langen Abend vorher auf 12 Uhr bis 15 Uhr verlegte. Danach bin ich nochmal auf die Inseln. Abends hab ich dann zwei Engländerinnen kennen gelernt, die grad erst in Montreal angekommen waren. Einer meiner Zimmernachbarn, ein Deutscher aus Mainz, kam noch dazu, der war den Tag in Quebec und hat sich dort nen Schneesturm abgeholt.. 😛

Sonntag:

Den Sonntag hab ich mit Sophie und Hannah, den beiden Engländerinnen vom Vortrag, verbracht. Wir sind zusammen auf den Mont Royal, und von dort zum Olympiastadion, eine Arena die damals 110 Mio Euro kosten sollte, aber am Ende über eine Milliarde verschlang. Montreal war damit das wirtschaftlich schlechteste Olympia aller Zeiten. Der Biodome neben dem Olympiastadion ist eine Mischung aus Zoo und Naturkundemuseum und relativ bekannt in Kanada. Dass die Arbeiter dort streikten, wussten wir nicht. Eigentlich wollten wir endlich ein Dach über dem Kopf haben, denn den ganzen Weg hoch auf den Mont Royal und wieder runter hatte es ununterbrochen geregnet. Glücklicherweise hat sich genau dann die Sonne für 2 Stunden gezeigt, und wir sind auf die beiden Inseln gefahren – und haben wieder einen Kojoten gesehen. Und hunderte Woodchucks.

Abends wollten wir dann durch die Pubs ziehen und einen Club besuchen, in dem man tanzen kann. Nach 3 Bars wollten wir dann endlich ne Tanzfläche betreten, sind bei der Suche aber gescheitert, weil Sonntags die meisten Clubs geschlossen haben. Also haben wir nachts um halb 3 Poutine gegessen und sind zurück ans Hostel gefahren.

Montag:

Am Montag war erst mal ausschlafen angesagt. Mittags bin ich dann eine ganze Weile durch die Altstadt gezogen und hab mir ein paar kleinere, schöne Ecken angeschaut. Abends stand dann mal wieder ein Eishockeyspiel an. Dabei hab ich eine US-Amerikanerin aus Maine kennen gelernt. Und weil der Abend so lustig war, beschlossen wir, noch was zu machen und sind deshalb mitten in der Nacht auf den Mont Royal gegangen um Montreal bei Nacht zu sehen. Die entstandenen Bilder sind super; es hat sich auf jedenfall gelohnt. Um 3 war schlafen angesagt.

Dienstag:

Am Dienstag hab ich ein wenig Tour-Guide gespielt und bin mit Sabrina durch Montreal. Sie hatte nur einen Tag in Montreal und wollte so viel wie möglich sehen. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, stundenlang sind wir gelaufen oder Metro gefahren. Das war besonders spannend für sie, weil sie mit ihren 22 Jahren bisher kaum aus ihrer Farmgegend in Maine herausgekommen ist. Aber Metro fahren kann jeder, also hat auch sie es geschafft J

Wir waren am Olympiastadion, auf den beiden Inseln, in Sherbrooke und in der Altstadt, gegen halb 8 waren wir wieder zurück am Hostel. Danach haben wir zusammen mit Justin, einem Kanadier, der sich mit einer kleinen Organisation dafür einsetzt, dass mehr Leute französisch sprechen im zweisprachigen Kanada, Pizza gefuttert. Nach dem Dinner sind wir zum Verkaufsschalter des Orleans Express – Busses, denn kurzerhand hatte ich entschlossen nach Quebec zu fahren, also hab ich Bustickets gekauft.

Da Sabrina nur den einen Tag in Montreal hatte, sind wir abends noch ans Oratoire St. Jospeh gefahren, eine römisch-katholische Basilika, das auch für mich neu war. Ziemlich groß und ziemlich cool, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sind aber auch relativ schnell wieder gegangen, weil wir beide vom vielen Laufen sehr müde waren. Außerdem stand am nächsten Tag Quebec an, deshalb wollten wir etwas Schlaf haben.

Mittwoch:

Aufstehen um 6:30 Frühstück, 7:00 Gepäck aufn Rücken und los geht’s Richtung Bus nach Quebec. Abfahrt 7:30. Von der Busfahrt haben wir beide nicht allzu viel mitbekommen, da schlafen im Vordergrund stand. Nach drei Stunden sind wir dann in Quebec angekommen und haben zuerst das Hostel gesucht, in dem Sabrina für die nächsten vier Tage „zuhause“ war. Danach war laufen angesagt – ich hatte ja nur weniger Stunden. Also sind wir 6 Stunden lang durch die komplette Altstadt von Quebec gelaufen, ich habe mächtig geknippst und wir hatten einen weiteren tollen Tag, viel Spaß und viel zu sehen, inklusive Chateau, Fort und meterhohe Mauern, Kanonen rechts und links, Kirche hier altes Haus da. Sprachbarriere französisch habe ich erfolgreich überwunden – sobald du ein wenig versucht hast, französisch zu reden, sind die Leute super freundlich und antworten dir auch auf englisch. Abends habe ich Sabrina zum Hostel gebracht und mich in den Bus zurück nach Montreal gesetzt. Gegen halb 11 war ich wieder in Montreal, und schlafen war eine der einfachsten Aufgaben an dem Abend – von dem ganzen Laufen die letzten Tage war ich sehr erledigt.

Donnerstag:

Letzter Tag in Montreal – aufgewacht bin ich schon gegen 8. Ich bin gemütlich frühstücken gegangen und habe Kirsty getroffen, eine in Halifax studierende Chinesin die ich unter der Woche schon ein wenig kennen gelernt hatte. Da ihr Flug zurück nach Halifax nur eine Stunde vor meinem abhob, beschlossen wir, zusammen zum Flughafen zu gehen. Da allerdings noch viel Zeit war, sind wir in die Altstadt gelaufen, haben ein wenig den Sonnenschein genossen und haben zu Mittag gegessen. Danach sind wir die Haupt-Einkaufsstraße in Montreal entlang geschlendert und mir sind ein paar Schuhe ins Gesicht gesprungen die ich nicht mehr losgeworden bin – sprich: Ich habe sie gekauft.

Kirsty habe ich bis zum Gate gebracht, danach habe ich mich an meinem Gate um meine Fotos gekümmert. Der Flug war langweilig bis ätzend, aber wayne interessierts. Ich bin wieder in Winnipeg und ich danke allen Leuten, die ich getroffen haben, für jedes bisschen, was ich erlebt habe und jede Erfahrung die ich gemacht habe.



Nur fliegen ist schöner

13 04 2010

So, 17:00, also in knapp 7h hebt mein Fliegerlein nach Montreal ab wo ich die nächsten 10 Tage verbringen werde. Gepackt ist noch nix, aber geplant ist eigentlich alles und Tickets sowie nötige Verbindungen und Adressen sind bereit zur Verwendung.

Die letzten Tage war ich öfter am Lake Winnipeg – der Bodensee ist vielleicht 1/500 so groß, wenn nicht sogar kleiner. An manchen Ufern haben sich Eisberge getürmt, die sogar Häusern bedrohlich Nahe kamen. Der See ist an den meisten Stellen noch gefroren, einige offene Stellen gibt es aber bereits. Rund um den See, besonders auf der Ostseite bei Grand Beach, gibt es einige schöne Waldwege.

Gimli, ein kleines Dorf an der Westseite des Sees ist übrigens die größte isländische Siedlung außerhalb Islands 😉 Deshalb steht dort auch ein Wikinger rum.

Am Sonntag waren wir zum HotDog-Picknick im Birds Hill Park und die Sonne hat relativ seltsame Formen aufgewiesen, wie ihr auf den Bildern nachsehen könnt. Was genau dir Ursache dafür war, weiß ich nicht, aber ich hab immerhin Beweise 😛
In der Nähe des Picknickplatzes war ein kleiner See, dessen Umgebung die Biber einfach mal komplett kahl geschlagen haben.



Ostermontag…

5 04 2010

.. ist in Kanada kein Feiertag. Nur mal so am Rande 😉

Die Woche war super, das Wetter war sehr unterhaltsam – unter der Woche hatten wir einen Schneesturm, aber es blieben am Ende gerademal 2cm Schnee liegen, am nächsten Tag hatte es schon wieder 12°C und alles war weg.

Wir waren öfters Fussball spielen die Woche, Lukas spielt hier im Verein und ihre Saison geht erst im Mai los, aber wir kicken schonmal so 😉

Donnerstag war ich bei Tom, Barbeceue im Garten, Spatenwerfen aufm Gras (witziges Spiel). Sowohl am Mittwoch als auch am Freitag hat Anil hier übernachtet, weil ihre Eltern beide zeitgleich arbeiten mussten.

Alles in allem war die Woche ruhig, aber dank des guten Wetters vor allem am Ende der Woche super. Diese Woche geht hier nach dem sogenannten „Spring-Break“ (Frühlingsferien) die Schule wieder los.



Bilderparade

31 03 2010

Hier noch ein paar weitere Bilder der letzten Tage:



Ich höre eine leise Stimme…

31 03 2010

und diese Stimme ist die der Stadt Montreal.

Am 13. April werde ich in den Flieger steigen und bis zum 22. April Montreal besichtigen. Ich freu mich schon richtig drauf!

Anbei habe ich wie versprochen ein paar Fotos der letzen Tage für euch – gestern war übrigens der Zoo dran. Fast so groß wie die Wilhelma, aber deutlich weniger Tiere… (Winnipeg 1250 Tierarten; Wilhelma über 8000).



Frühlings-Alarm

28 03 2010

Heyho Germany!

Diese Woche war ich in Selkirk, in der Winnipeg Arts Gallery und in Oakbank.

Zu sehen gab es einen Eisstau, an dem sich meterweit die Eisschollen sammeln und übereinander schichten und dafür sorgen, dass viele Straßen unter Wasser stehen. In Selkirk selbst wurde deshalb eine Brücke gesperrt. Der Wind dort war furchtbar eisig, aber im Laufe der Woche wurde das Wetter richtig gut, sodass ich heute 14°C  und strahlenden Sonnenschein hatte.

Am Donnerstag wollten Sigfried und Moni nach einem Doktor-Besuch von Siegfried zu „The Forks“ gehen, dort, wo im Winter der Ausgangspunkt der Fluss-Schlittschuhläufer ist. Während Siegfried beim Arzt war, ging ich mit Moni eines der ältesten Kaufhäuser Winnipegs anschauen. Dort trafen wir witzigerweise Anil (sie heißt nicht O’Neill, wie ich anfangs fälschlicherweise annahm), die mit ihrer anderen Oma auf dem Weg zur Winnipeg Arts Gallery war – dort ist eine Ausstellung zu Warner Bros., die unter anderem Bugs Bunny erfunden haben. Anil wollte, dass ich mitgehe – und da es mich ein wenig reizte bin ich mit und habe eine tolle Ausstellung mit uralten Zeichnungen und vielen Informationen gesehen. Anil interessierte zwar mehr der Fernseher mit den Videoclips, aber das störte mich weniger 😀

Heute waren wir bei Scheurers, Freunden von Siegfried und Moni, eingeladen. Sie wohnen in Oakbank, einer kleinen Ortschaft außerhalb von Winnipeg. Sie sind Farmer und hunderte von Quadratkilometern Farmland. Anders als in Deutschland verdient man damit hier in Kanada noch richtig gutes Geld – Oakbank ist voll von schicken, großen Häusern, in denen die Farmer der Umgebung sich niederlassen.

Bilder gibt es heute erstmal nicht, aber ich werde sich „nachschicken“ 😉

Liebe Grüße aus Winterpeg, das solangsam zum Frühlingspeg wird!

Simon