Tag 4 in Jasper: Es brennt

13 06 2010

Tag 4 in Jasper war sehr ruhig. Ich bin mit einem Niederländer und einem Australier nach Jasper (das Hostel is ca 10 Minuten Autofahrt außerhalb von Jasper gelegen) und wir haben das Dorf und seine verrückten Touristen-Läden angeschaut, haben das WM-Spiel England gegen die USA angeschaut und die Sonne genossen.

Abends war dann ne riesen Gaudi angesagt – Lagerfeuer, Musik, viel zu erzählen und Leute von überall an Bord –
Kanadier, Australier, Neuseeländer, Engländer, Polen, Schweizer, Franzosen. Nachts um 3 war dann Schicht im Schacht.

„Anderer“ aber guter Tag!



Tag 3 in Jasper: Atemberaubend

13 06 2010

Wer hätte das gedacht: Der bisher beste Tag meiner Reise fängt direkt vor den Türen des Hostels an. Nachdem am Vorabend die meisten Leute, mit denen ich bisher Kontakt gehabt habe, das Hostel verlassen haben, stand ich am Morgen etwas planlos da. Also hab ich mich einfach mit ein paar Leuten ins Gespräch gebracht – und bald stand dann auch der Plan:

Christian, Däne; Paul, Australier und Suvie, auch Australier waren meine Tagesbegleiter und das Ziel war der Whistler Mountain, an dessen Fuss das Hostel ist. Da eine Bärenwarnung für den Weg zu Fuss dort hoch ausgegeben wurde (anscheinend viele junge Grizzlies unterwegs), haben wir die Gondel genommen. 30 Dollar für das Return-Ticket (Hin- und Rückfahrt); ein stolzer Preis, der es aber sowas von wert war.
An der oberen Station der Gondel sind nochmal gut 45 Minuten zu laufen, bis man die Spitze des Berges erreicht. Die Sicht ist atemberaubend, wunderbar, überragend, das gibt es so kein zweites Mal. Gletscher und Berge wohin man schaut, Weitsich auf den Mt Robson, den höchsten Berg der Rocky Mountains. Fast 3 1/2 Stunden haben wir dort oben verbracht und das sensationelle Panorama genossen!

Super Tag. S U P E R 😉



Tag 2 in Jasper: Unbeständig

11 06 2010

Warum der heute Tag unter der Überschrift „unbeständig“ steht, wird euch im Laufe des Textes schnell klar. Also fang ich ganz normal chronologisch an:
Auf dem Plan stand eine Wanderung auf die Sulfour Skyline, die Spitze des Sulfour Mountain. Laut Reiseführer 5-6 Stunden Fußmarsch hin und zurück. Unterwegs war ich wieder mit dem Australier und dem Deutschen, zwei echte Foto-Fans, der Deutsche mit einer Canon 450D unterwegs, der Australier mit einem der teuersten Standardgeräte, einer Canon 5D. Die Bilder die er mir vorher aus verschiedensten Städten gezeigt hatte, sind atemberaubend.
Am Parkplatz, es war diesig und kühl, sehr nass aber windstill, hätten wir fast den falschen Wanderweg benutzt; es ist uns noch früh genug aufgefallen, sodass wir 2 Frauen aus Quebec noch den richtigen Weg zeigen konnten; die hätten sonst den gleichen Fehler wie wir gemacht.
Der Aufstieg war relativ angenehm, es gab zwar immer wieder richtig steile Passagen, aber insgesamt war es durchaus machbar, und die 5-6 angesagten Stunden erwiesen sich im Endeffekt als 4 Stunden trotz vieler Pausen. Ca 1000 Meter vor einem Plateau auf der Höhe war der Weg leicht schneebedeckt, aber alles kein Problem. Von Weitem konnte man sehen, wie sich langsam blauer Himmel zwischen der Wolkendecke hindurchzwängte. Bis wir auf dem Plateau waren, war es ein freundlicher Mix aus Wolken und Sonne, es war sehr warm und wir konnten super Bilder machen. Also haben wir eine Pause gemacht, um etwas zu essen. Bis zur wirklichen Spitze des Berges ist es von hier aus noch etwa 15 Minuten.
Doch keine 5 Minuten, nachdem wir den Aufstieg bis zur wirklichen Bergspitze begonnen hatten, war die Sicht von vorher kilometerweit auf maximal 10 Meter weit begrenzt. Innerhalb von kürzester Zeit waren wir Umgebung von einer weiß-grauen Wolkenwand. Langsam kämpften wir uns bis an die Spitze vor, und mit jedem Schritt wurde es kälter und windiger. Oben angekommen sahen wir nichts außer der Wand aus Wolken. Nach einer weiteren, sehr kurzen Pause begannen wir wieder den Abstieg – um direkt in einen Schneesturm zu geraten. Kalten; windig; Schnee – ein Glück hatten wir alle warme Jacken für alle Fälle eingepackt. Dennoch – so etwas hab ich vorher noch nie erlebt. Wahnsinn. Im Schneetreiben ging es also nach unten, auf halbem Weg war es dann nur noch Regen, bis wir dann unten waren, hat der Niederschlag aufgehört gehabt.
Abends war dann plötzlich wieder sonnig, sodass wir zusammen gegrillt haben und am Lagerfeuer mit allen möglichen anderen Hostel-Besuchern ein wenig geplaudert haben.
Guter Tag, verrückter Tag.
Heute Morgen hat die Fussball-WM begonnen. JUHU 😉



Tag 1 in Jasper: Bärentag

11 06 2010

Heute stand auf dem Programm, von Banff zurück nach Jasper zu fahren und das Auto zurückzugeben. Dafür hab ich mich extra früh auf den Weg gemacht, um noch möglichst viel mitzunehmen von der tollen Landschaft, den riesigen Gletschern, den vielen Tieren und den Seen in den verschiedensten Farben. Dass ich heute besonders glücklich war mit meinen absoluten Favoriten hier, den Bären, freut mich natürlich besonders. Nicht weniger als 22 Bären habe ich auf der Fahrt gesehen, und zum ersten Mal waren auch Grizzlies darunter.
Morgens bin ich also los, um erstmal bis Lake Louise durchzufahren – diesen Teil der Strecke habe ich in meiner Zeit in Banff bereits ausgiebig abgefahren und begutachtet. Das erste Ziel war dann der Peyto Lake bzw der Lookout auf den Peyto Lake, etwa 10 Minuten Fußweg von einem Parkplatz. Doch schon bevor ich dort ankam, lief mir der erste, sehr junge Grizzly über den weg. Glücklicherweise konnte ich ihn gut von meinem Auto aus sehen, sodass ich mir einige Zeit nahm ihn zu beobachten. Ein kurzer, ungeplanter Abstecher ging dann zum Bow Glacier, von dem ich ein paar Bilder nahm.
Dann der Höhepunkt des Tages: Auf einem Höhenplateau, ca 75 Meter von der Straße entfernt, suchte eine Bärenmutter zusammen mit ihrem doppelten Nachwuchs nach essbaren Wurzeln. Allein der Stop hier hat mich sicherlich 35 Minuten gekostet. Kurz nach diesem „Treffen“ ging es dann zum Aussichtspunkt des Peyto Lake. Man muss dazu sagen, dass das Wetter an diesem Tag nicht das Beste war, es war sehr bewölkt, die Wolken hingen tief und es war sehr neblig. Also hab ich natürlich auch nicht allzuviel erwartet vom Peyto Lake. Umso mehr hat mich dann umgehauen, was ich gesehen habe: BLAU. Dem See war wohl vollkommen egal, ob alles um ihn rum heute trist und langweilig erschien, er strahlte einfach in einem blau, dass man, wie schon bei anderen Seen zuvor, an seine Realität zweifeln musste.
Danach musste ich mich ein wenig ranhalten mit Fahren, damit ich das Auto rechzeitig zurückgeben konnte. Nachdem das geschehen war, bin ich zum Hostel gelaufen. Dort habe ich direkt einen Australier und einen Deutschen kennen gelernt, die zusammen mit dem Auto unterwegs waren. Und weil es erst 4 war, sind wir zusammen direkt noch auf einen 2-Stunden-Hike gegangen und haben uns Jasper und Umgebung von oben angesehen. Dabei sind wir direkt durch eine kleinere Herde von Bergschafen gelaufen, die es reichlich wenig interessiert hat, dass wir da waren.

Grüße 😉



Tag 4 in Banff: Tierisches Vergnügen

8 06 2010

Dienstag, 8. Juni – der ruhiste meiner Tage in Banff. Aufgestanden bin ich erst um 11, ich war früh wach, aber nach kurzer Zeit im Bett liegen und Zeitung lesen bin ich wieder eingenickt.

Danach bin ich erstmal gemütlich Frühstücken gegangen, sodass ich um halb 1 aus dem Haus gekommen bin. Rund um Banff war ich mit dem Auto unterwegs, habe Abstecher an die Hoodoos, seltsame Sandskulpturen, die Bow River Waterfalls, den Lake Minnewanka, den Two Jack Lake und den Johnson Lake gemacht. Dabei hatte ich heute besonderes Glück mit den Tieren. Denn heute gab es neben den immersüßen Praire-Dogs (sowas wie Erdmännchen) einen seltenes männliches Bergschaf, also quasi einen Steinbock zu sehen, zudem ein noch viel selteneren Caribou.
Direkt nachdem ich zurückkam hat es angefangen heftig zu regen; ich war also ziemlich im Glück.

Fazit: Kurzer, aber toller Tag!

PS: Ganz oben auf der Seite habe ich eine kleine Vorschau auf den Steinbock. Aber die Bilder gibts dann erst zu sehen, wenn ich wieder in Deutschland bin – will ja was zu bieten haben wenn ich wieder da bin ;))



Tag 3 in Banff: Verlängerte Canyon-Tour

7 06 2010

Dass aus einer geplanten 2-stündigen Tour auch locker eine 4-stündige werden kann hab ich heut wohl erfahren müssen (oder eher dürfen!!).

Der Plan sah vor, dass ich, zum letzten Mal in Kanada, mit den deutschen Mädels (nach Montreal und Winnipeg, wo ich sie jeweils schon getroffen hatte) früh zum Johnson Canyon fahre, für den wir etwa 2 Stunden eingeplant hatten. Danach wollten wir spontan entscheiden, wie es weiter geht.
Um 10:30 haben wir den Canyon nach 35 Minuten Fahrt und vorhergegangener Lunch-Einkaufstour erreicht um vor Ort nochmal unsere Reiseführer rauszukramen und festzustellen, dass am Ende des eigentlichen Canyons ein weiterer Weg abzweigt. Dazu mehr später!

Wir sind also den Canyon hochgestapft, zwischen großen Felsen durch die sich das eiskalte Wasser der Geltscher und Bergquellen zwängt. Tobende Wasserfälle und rauschende Schnellen folgten einander, es war super. Am Ende des Canyons kommt quasi der Höhepunkt; der größte Wasserfall umgeben von steilen Felswänden und seltsamen kleinen Höhlen.
Doch mit dem Ende des Canyons ging es im Prinzip erst richtig los mit dem Laufen: 4km auf matschigen, steilen, schwer begehbaren Pfaden zu den sogenannten Inkpods – winzige Quellseen, jeder in verschiedenen bläulichtürkisenen Farben, das Ganze in einem hoch gelegenen kleinen Tal mit wunderschöne Kulisse von schneeüberzogenen Felsen, eingehüllt in leichte Wolken, vielen Bäumen aber auch Wiesen sowie einem Gebirgsbach.

Kein Wunder, dass uns danach die Füße weh taten, zumal gestern ja auch nicht gerade wenig auf dem Programm stand – dennoch, das haben wir alle gern in Kauf genommen.

Gegen 14:45 sind wir dann wieder am Parkplatz angekommen. Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher zum Peyto-Lake machen, dank des rasch und stark einsetzenden Dauerregens entschieden wir uns aber zur Rückfahrt und zum Essen machen. Gut deutsch gab es Pellkartoffeln und Quark – auch nicht schlecht!

Heute Abend musste ich mich dann von den Mädels verabschieden, sie werden morgen weiterfahren und am selben Tag, an dem ich vorraussichtlich in Vancouver ankommen werde, werden sie die Stadt mit dem Flugzeug Richtung Deutschland verlassen.

So far, mir geht’s immernoch sehr gut 😉



Tag 2 in Banff: Falsches Wasser

7 06 2010

Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, fällt es schwer, an die Echtheit meiner Fotos, die ich euch leider (noch) nicht zeigen kann, zu glauben.

Tag 2 war ich mit 3 deutschen Mädels die ich bereits aus Montreal kenne am Lake Louise mit seinen unglaublichen Blau- und Türkistönen. Von dort aus starteten wir eine ungemein anstrengende, lange (knapp 20km, mehr als 800 Meter Höhenunterschied) Wanderung, die aber natürlich auch ihre Vorzüge hatte – tolle Aussichten, riesige Gletscher, freie Sicht auf eine kleine Lawine, die zwar winzig aussah, aber riesigen Krach machte. Zwischen 6 Gletschern entlang bei 18 Grad im T-Shirt, das gibts auch nicht alle Tage.

Nach den Geltschern folgte ein Weg durch den Wald zu dem hoch über dem Lake Louise gelegenen Lake Agnes, der teils noch zugegroren war. An Wasserfällen ging es dann runter zum winzigen Lake Mirrow und zurück zum immernoch blau schimmernden Lake Louise.

5 1/2 Stunden nach Ankunft am Lake Louise standen wir also wieder am Ausgangspunkt und uns tat wohl jeder Knochen im Körper weh und jeder Muskel hatte genug. Dennoch machten wir uns noch auf zum Lake Moraine, ein südlicher „Verwandter“ vom Lake Louise. Wegen der frühen Zeit (Juni ist quasi noch Spätwinter hier) hatte er aber deutlich weniger Wasser als normal, dennoch, vor der Kulisse der riesiegen eisbedeckten Berge im Hintergrund ein tolles Erlebnis.

Danach ging es zurück ins Hostel, wo wir zusammen kochten und dann wohl auch alle ziemlich schnell im Bett verschwanden und einschliefen.

Grüße aus dem Banff National Park Teil II 😉



Tag 1 in Banff: Dumm gelaufen.

5 06 2010

Nachdem ich gestern auf einer tollen Fahrt von Jasper nach Banff schon sehr viel gesehen habe, (Bären, wilde Wasserfälle, tolle Aussichten) wollte ich heute wandern gehen. Am Front Desk des Hostels holte ich mir Tipps für eine gute Wanderroute, die sich dann auch schnell gefunden hatte:
Lake Rockbound, ein See auf einen Höhenplateau auf knapp 2250 m Höhe, aufstieg ab 1500 m, Zeitaufwand ungefähr 3,5 Stunden nach oben. Das klappte auch, sieht man mal vom Hagel und Regen ab, ganz gut, und man hatte zwischen den Bäumen auch immer wieder gute Aussicht auf das umliegende Tal, begrenzt von riesigen Bergmassiven.
Je höher ich kam, desto schwieriger wurden die Verhältnisse, der anfangs relativ breite Weg war nicht mehr als ein Trampelpfad sobald ich auf den Anfang des Plateaus kam. Am Ende des Plateaus gibt es nochmal einen kleinen, steilen Anstieg, der zum Plateau des Sees führt. Doch so weit kam ich nie. Stattdessen musste ich feststellen, dass entgegen der Aussagen meines Tippgebers dort oben noch meterhoch Schnee liegt, sodass ich keine andere Wahl hatte, als den Rückweg anzutreten. Dabei lernte ich ein kanadisches Paar, ich schätze sie auf Mitte 30, kennen, denen trotz deutlicher besser Ausrüstung als die meine das gleiche Schicksal ereilt war. So kamen wir ins Gespräch und auf dem Rückweg hat sich wenigstens mein Englisch wieder einen Tick verbessert.
Auf dem Rückweg durfte ich aus dem Auto ein weiteres Mal einen Schwarzbären bewundern, und bevor ich zurück nach Banff ins Hostel bin, habe ich noch einen Abstecher auf die Bodenstation des Ski-Liftes gemacht, von der man einen tollen Ausblick auf Banff und seine Berge hat.

Aufgrund der schlechten Internetanbindung hier kann ich gerade leider keine Bilder hochladen.

Jodohollidahillo! Oder so. Grüße aus Banff!



Bekanntschaften

5 06 2010

Neben vielen Leuten aus aller Welt hab ich heute auch diesen Kollegen hier „kennen gelernt“:

Gestatten: Mr Petz!

weiteres folgt !



Gelb-Schwarz

29 05 2010

… sind nicht nur die Bienen, sondern auch die Yellow Blackbirds hier, die es in Transonca am Nord-Westlichen Ende der Stadt zuhauf gibt.

Diese Woche war ich mit Siegfried und Tom, die beide hobbymäßige Bienenzüchter sind, mal deren Bienen begutachten, und ich habe euch ein paar Bilder mitgebracht.

Die Woche war angenehm und ruhig, bis auf den Freitag, den ich in der Schule an der Elke unterrichtet verbracht habe. Dort habe ich geholfen, „Deutsches Essen“ zu kochen, da die Schule einen „Cultural Day“ organisiert hatte, bei dem die Schüler Essen verschiedener Länder probieren konnte. Für Besucher der deutschen Küche gabs natürlich Sauerkraut und Bratwurst. Dazu noch Rotkraut und als Dessert Windbeutel.
Es war super lustig und die Kinder (Grundschulalter) waren begeistert – demnach war es ein gelungener Tag!

Heute ist es stockdunkel draussen, obwohl es schon 10 Uhr ist, ein mächtiger Thunderstorm „wütet“ hier und hat gestern Abend schon einen Kirchturm „zerlegt“.

Naja, ab Donnerstag gehts dann endlich los in den Westen, ich freu mich schon drauf!
Liebe Grüße an alle! 🙂